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In der größten Not zur Höchstform aufgelaufen
Autor: Reiner Kramer (NFV) am 25.08.2017 - 12:49
Vereinshaus 2015 abgebrannt – Vereinsdialog im neuen Klubheim

Logo NFVWie dicht Freud und Leid nebeneinander liegen, lässt sich an einem Beispiel aus der jüngeren Vereinsgeschichte des TuS Sulingen sehr gut beschreiben: Am 15. Dezember 2015 brannte das Vereinshaus nieder. Jugendliche hatten das Gebäude angezündet. Der Versicherungsschaden betrug 1,2 Millionen Euro. Improvisieren war angesagt.

Und das Erstaunliche: Genau ein Jahr später konnten die Mitglieder des Vereins aus dem Kreis Diepholz ihr neues Klubheim teilweise beziehen. Und vor einigen Monaten gelang der ersten Mannschaft trotz der Raumnot der Aufstieg in die Oberliga Niedersachsen.

Das war nur zu schaffen dank des großen Zusammenhalts aller Vereinsmitglieder und der Stadt Sulingen. Beim Vereinsdialog in den modernen Räumlichkeiten zeigte sich die Verbandspitze des Niedersächsischen Fußballverbandes äußerst beeindruckt vom Leistungsvermögen der Vereinsverantwortlichen, die in der größten Not zur Höchstform aufliefen.

Das Krisenmanagement hat beim TuS Sulingen sehr gut geklappt. Der Mehrspartenverein mit seinen 15 Abteilungen und rund 1900 Mitgliedern hat in der Fußballsparte (572 Mitglieder) immerhin 24 Teams zu betreuen und für den Spielbetrieb fitzumachen. Fünf Herren-, zwei Altherren-, zwei Frauenteams und 15 Nachwuchsmannschaften erfordern eine perfekte Logistik. Vier Rasenplätze und ein Kunstrasenplatz stehen zur Verfügung. Die städtische Anlage mit einem tollen Outfit wird von einem Platzwart gepflegt. Der Landschaftsgärtner ist ein Glücksfall für den TuS. Und die Stadt Sulingen auch. Für jeden Jugendlichen im Verein gibt es jährlich 6,14 Euro.

Dafür zeichnet sich der Verein in der Integration von Flüchtlingen aus. Derzeit werden im Nachwuchsbereich mehr als 30 Jugendliche betreut. „Das eröffnet uns Chancen, aber wir können die Flüchtlingen nicht 1:1 integrieren“, berichtet Vorsitzender Volker Wall. Auch im Sponsoring sieht er noch Luft nach oben auf der Suche nach neuen Partnern.

NFV-Vizepräsident August-Wilhelm Winsmann erteilte den Vereinsverantwortlichen ein großes Lob. „Ihr seid gut aufgestellt und habt euch imposant vorgestellt. Ein gutes Beispiel, wie kräftig sich der Amateurfußball aufstellen kann.“ Diesem Lob schloss sich Jan Baßler, stellvertretender Direktor beim NFV, an: „Ihr setzt die Vorgaben des DFB-Masterplans vorbildlich um.“

Gruppenfoto

Beim Vereinsdialog auf der Sportanlage des TuS Sulingen von links: Peter Miklis, August-Wilhelm Winsmann, Volker Wall, Stefan Siegel, Ralf Knake, Heinz Dumke, Gerd Diekhoff, Andreas Henze, Christoph Beismann und Jan Baßler - Foto: Kramer


Aber ein großes Problem beschäftigt die Vereinsverantwortlichen des TuS Sulingen doch: „Uns fehlen kreative Ideen, Schiedsrichter zu gewinnen. Könnt Ihr uns da weiterhelfen?“ fragten die TuS-Vorstandsmitglieder. „Macht diese Aufgabe zu einem Leuchtturmprojekt im Verein. Ihr müsst die jungen Leute gut betreuen“, nannten Winsmann und NFV-Kreisvorsitzender Andreas Henze einen möglichen Ansatzpunkt.

Der NFV mit seinen Gliederungen auf Kreis- und Bezirksebene biete in allen Bereichen extrem kostengünstige Fortbildungsangebote für Ehrenamtliche. Das beschränke sich nicht nur auf den Schiedsrichterbereich, informierte die Verbandsspitze. Jan Baßler nannte noch eine interessante Zahl: Ein Fußballer koste nach einer Errechnung pro Jahr 6,96 Euro, damit er am Spielbetrieb des NFV teilnehmen könne.

Noch einige Daten zum Beitragsaufkommen: Erwachsene zahlen beim TuS Sulingen monatlich 9 Euro, Jugendliche 6 Euro. Der Familienbeitrag liegt bei 18 Euro. Ein Spartenbeitrag wird nicht erhoben. Die Verbandspitze bewertete die Beiträge als moderat.

Ein anderes Thema: Die unterschiedlichen Spielangebote für 7er, 9er oder 11er-Teams im Nachwuchsbereich und die damit verbundenen verschiedenen Spielfeldgrößen stellten den TuS Sulingen nach Auskunft des Abteilungsleiters Fußballs Ralf Knake vor echten Herausforderungen. Er schlug vor, zukünftig die Basis im Vorfeld bei den Diskussionen miteinzubeziehen. Der TuS wünsche sich bei diesem Thema mehr gestalterische Freiheiten.

Auch bei der Umsetzung Futsal in der Halle sehen der Verein und der NFV-Kreis noch Verbesserungspotenzial. „Es fehlen uns vor allem gut ausgebildete Schiedsrichter“, bemerkt Kreisvorsitzender Henze. Futsal werde sich in den nächsten Jahren durchsetzen, weil er technisch anspruchsvoll und für die Jugendlichen in der fußballerischen Entwicklung wichtig ist“, betonten abschließend Winsmann und Baßler.



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