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Regionalliga Nord: Die Sicht wird klarer
Autor: Stefan Freye am 21.09.2017 - 15:35
Logo Regionalliga NordVor dem 9. Spieltag hat der HSV II seine Tabellenführung etwas ausgebaut. Beim torlosen Unentschieden gegen den VfL Wolfsburg II am Dienstag gelang dem Spitzenreiter ein Punktgewinn, und so führt er die Regionalliga nun mit zwei Punkten vor Eintracht Norderstedt an. Die Mittwochsspiele Altona – Braunschweig II (0:3) und St. Pauli II – Hannover II (0:4) waren dagegen vor allem in der zweiten Tabellenhälfte von Bedeutung. Nachdem dort nun nahezu alle Teams acht Spiele absolviert haben, lässt sich langsam erahnen, wer vor schwierigen Monaten steht.

VfB Lübeck – Weiche Flensburg (Fr., 19.30 Uhr)
Der Eindruck täuscht nicht: In diesen Wochen finden regelmäßig echte Spitzenspiele statt. Die logische Folge einer Führungsgruppe, die auch nach acht Spieltagen noch recht eng zusammen liegt. Den VfB (3. / 18 Punkte) und Weiche (4., 17) trennt auch nicht viel. Im Schleswig-Holstein-Derby wird nun nach jenem Team gesucht, das dem Spitzenreiter HSV auch in den kommenden Wochen folgen kann.
 
SpVgg Drochtersen/Assel – Lüneburger SK (Fr., 20 Uhr)
Das Flutlicht geht an im Kehdinger Stadion, und das ist eigentlich selten ein gutes Zeichen für die Gästemannschaft. Die Spielvereinigung besitzt am Freitag jedenfalls eine gute Gelegenheit, die bislang durchwachsene Heimbilanz aufzuhübschen. Gerade vier Zähler (11-2) gewann der Gastgeber in seinen vier Partien. Aber Vorsicht: Der Gast gewann seine neun Punkte dieser Saison ausnahmslos auf fremden Plätzen (3-0-1). Man könnte also auch sagen: Das Licht geht an, und es bleibt spannend.
 
Hamburger SV II – St. Pauli II (Sa., 13 Uhr)
Das Hamburger Derby steht unter ungleichen Vorzeichen. Der HSV II sicherte sich am Dienstag, beim 0:0 gegen Wolfsburg II, die Tabellenführung. Sein Gegner kassierte dagegen eine herby 0:4-Niederlage gegen 96 II. „Wir haben auch in der Höhe verdient verloren. Das lag auch daran, dass wir heute unter unserer Form aufgetreten sind. Jetzt müssen wir uns vor dem Derby wieder aufrichten und dann wieder eine bessere Leistung abrufen“, fasste Pauli-Coach Joachim Philipkowski die aktuelle Lage seines Teams zusammen. Das Derby als Chance zur Rückkehr in die Erfolgsspur – es dürfte wohl auch in Hamburg recht spannend zugehen.
 
VfL Wolfsburg II – TSV Havelse (Sa., 13 Uhr)
Fünf Punkte fehlen dem Gastgeber nach wie vor zur Ligaspitze. Das 0:0 beim HSV war ein ordentliches Ergebnis, aber nun mal nicht geeignet, den Rückstand zu verkürzen. Während sich der Tabellenfünfte aber immer noch im Soll befindet, rätselt man in Havelse nun schon seit ein paar Wochen: Nach zwei Siegen zum Auftakt lässt der dritte Saisonerfolg bereits seit sechs Partien auf sich warten. Er soll nun natürlich in Wolfsburg folgen, bei einer der derzeit formstärksten Mannschaften.
 
VfV Hildesheim – BSV Rehden (Sa., 15 Uhr)
Folgt der nächste Schritt? In den vergangenen Wochen waren dem VfV der erste Punktgewinn sowie das erste Saisontor gelungen. Ein erster Saisonsieg gelang dem Schlusslicht bislang nicht. Im Kellerduell mit dem 16. aus Rehden bietet sich vermutlich eine gute Gelegenheit, dieses Versäumnis endlich nachzuholen. Dass der BSV in Hildesheim aber eine echte Chance zum zweiten Saisonsieg besitzt, steht auch außer Frage. Wohl keine zweite Partie des 9. Spieltags erscheint so offen wie dieses Spiel.
 
Eutin 08 – Hannover 96 II (Sa., 15 Uhr)
Das 0:1 bei St. Pauli war knapp, aber es änderte nichts an der Serie: Seit sechs Spielen wartet Eutin 08 auf einen Punktgewinn. Nun kommt aber ein Gegner, der weiß, wie es geht. Erst am Mittwoch kam 96 zu einem beeindruckend klaren 4:0-Erfolg bei St. Pauli (Tore: Hübers, Bähre, Hortum, Ritzka). Hatten sich die Niedersachsen noch vor wenigen Wochen über ihre mangelnde Chancenverwertung geärgert, erzielten sie nun also sieben Treffer in drei Partien. Und damit steht Eutin vermutlich vor der nächsten Herausforderung.
 
Eintracht Norderstedt – Eintracht Braunschweig II (So., 14 Uhr)
Es läuft beim Gast. „Ziel war es, unbedingt zu Null zu spielen, und das ist uns gelungen. Letztendlich sind wir mit diesem hochverdienten Sieg sehr glücklich und zufrieden", meinte Trainer Henning Bürger nach dem 3:0 in Altona (Tore: Tietz, Lukowicz, Rettig). Sein Team hat sich nun erst einmal im gesicherten Mittelfeld eingerichtet, liegt damit aber noch deutlich hinter dem Gastgeber. Denn die Norderstedter Eintracht blickt auf einen sehr guten Start zurück und empfängt die Niedersachsen als Tabellenzweiter. Ihr war zuletzt übrigens auch ein 3:0 bei Altona gelungen.
 
Germania Egestorf-Langreder – Altona 93 (So., 15 Uhr)
Drei Siege in Folge, zuletzt ein 3:0 in Rehden - es läuft bei der Germania. Der Aufsteiger des letzten Jahres ist jedenfalls deutlich weiter als der aktuelle Neuling. Seit vier Partien wartet Altona 93 auf einen dreifachen Punktgewinn, und das 0:3 gegen Braunschweig II war natürlich auch nicht geeignet, die Stimmung zu verbessern. Aber die Hamburger wissen auch: Noch ist die Saison ziemlich jung, und dass sie es können, war auch bereits deutlich geworden.
 
SSV Jeddeloh – VfB Oldenburg (So., 15 Uhr)
Der Aufsteiger hat sich pünktlich zum langersehnten Derby in Stellung gebracht: Der 2:1-Erfolg in Lüneburg, der dritte Sieg in Folge, führte den SSV auf den achten Tabellenplatz. Dort läge der Gast auch gern. Aber selbst unter Stephan Ehlers läuft es noch nicht so richtig beim 14.. Nach dem 0:0 gegen Schlusslicht Hildesheim wartet der Neutrainer noch immer auf den ersten Sieg. In Jeddeloh freut man sich also auf ein Derby, in dem man sogar die Favoritenrolle trägt.



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