Regionalliga Nord: Volles Programm
Autor: Stefan Freye am 03.11.2017 - 14:58
Logo Regionalliga NordDer 15. Spieltag der Regionalliga Nord geht mit einem Samstags-Programm über die Bühne, das den einen oder anderen Groundhopper auf eine Idee bringen könnte. Die sechs Spiele des Tages starten nämlich im Stundentakt, zwischen 12 und 17 Uhr. Das Highlight dieser Runde findet allerdings erst am Sonntag statt, im Spitzenspiel zwischen dem VfL Wolfsburg II und dem SC Weiche Flensburg.


Hamburger SV II – Altona 93 (Sa., 12 Uhr)
Nach fünf Siegen blieb der Spitzenreiter beim 0:0 in Rehden zuletzt ohne dreifachen Punktgewinn. „Der BSV war taktisch und defensiv gut eingestellt“, lobte HSV-Coach Christian Titz den Gegner nach der Partie. Er vermutet, dass seine Mannschaft „in Zukunft wahrscheinlich noch öfter“ auf tief stehende Mannschaften treffen wird. Vermutlich gleich im Derby am Wochenende: Der Gast aus Altona, derzeit auf Rang 17, dürfte dem HSV spielerisch kaum gewachsen sein und es deshalb mit einer defensiven Taktik versuchen.
 
Hannover 96 II – VfB Oldenburg (Sa., 13 Uhr)
Das tat gut: Beim 2:0 im Nachholspiel gegen den VfB Lübeck gelang 96 II vor rund zehn Tagen der erste Heimsieg dieser Saison. Nun möchte der Gastgeber natürlich eine Serie starten und gleich gegen den VfB einen weiteren Erfolg landen. Der 15. aus Oldenburg hatte im Heimspiel gegen Eutin (4:0) zwar eine aufsteigende Tendenz verraten, verlor danach aber glatt mit 0:6 beim HSV. Mit nur einem Sieg aus sieben Partien gilt der Gast ohnehin nicht als übermäßig auswärtsstark, er tritt also als Außenseiter in Hannover an.
 
VfB Lübeck – VfV Borussia 06 Hildesheim (Sa., 14 Uhr)
Beim 0:3 im Auswärtsspiel gegen die Germania Egestorf-Langreder kassierte der VfV06 bereits die dritte Niederlage aus den vergangenen vier Partien. Nach einem kurzen Zwischenhoch findet sich der 16. nun erst einmal wieder im Tabellenkeller wieder. Beim VfB sind sie derzeit gespannt, ob sie sich auch in einem Zwischenhoch befinden oder zurück in der Erfolgsspur sind: Beim 4:0 in Havelse gelang dem Tabellensiebten zuletzt jedenfalls ein souveräner Sieg nach zuvor fünf Niederlagen in Folge. Deshalb geht der Gastgeber zumindest als klarer Favorit in dieses Duell.

Eutin 08 – Eintracht Braunschweig II (Sa., 15 Uhr)
Der erste Sieg seit dem zweiten Spieltag und nach elf Partien ohne dreifachen Punktgewinn: Natürlich sorgte das 4:0 (2:0) über den Lüneburger SK im Nachholspiel am Mittwoch für große Erleichterung bei Eutin 08. Die Treffer von Christian Rave, Lukas Pägelow (Eigentor), Marcus Steinwarth, und Jan Frederik Kaps sicherten zudem einen tollen Einstand von Neutrainer Lars Callsen. Dabei profitierte der Gastgeber allerdings auch von der Roten Karte gegen Lüneburgs Dominik Boettcher, der bereits in der zweiten Minute vom Platz musste. Nun ist man beim Schlusslicht natürlich gespannt, wie eine Partie verläuft, wenn der Gegner über 90 Minuten vollzählig antritt. Sollte es dann ähnlich gut funktionieren, könnte die Rote Laterne schon bald an eine andere Mannschaft gehen.
 
SSV Jeddeloh – 1. FC Germania Egestorf-Langreder (Sa., 16 Uhr)
So hatten sie sich das nicht vorgestellt: Nach der 1:2-Niederlage gegen Weiche Flensburg, die eine sieben Spiele währende Siegesserie beendete, wollte der SSV eigentlich in Norderstedt in die Erfolgsspur zurückkehren. Doch diese Partie fiel ins Wasser, und so soll nun das Heimspiel gegen die Germania den Beginn einer neuen Positivserie markieren. Allerdings: Der Gast zeigte sich zuletzt recht auswärtsstark und gewann mit 2:0 in Lübeck. Er stellt zweifellos eine Herausforderung für den überraschend starken Aufsteiger dar.
 
SpVgg Drochtersen/Assel – Eintracht Norderstedt (Sa., 17 Uhr)
Nach der ersten Auswärtsniederlage, dem 0:1 in Flensburg, arbeitet die Spielvereinigung nun wieder an der Heimstärke. Daran hapert es nämlich nach wie vor. Die sechs Punkte aus sieben Partien auf eigenem Platz sind nämlich deutlich weniger, als eigentlich erwartet worden war. Und der Gast? Die Eintracht beendete beim 2:0 in Hildesheim zuletzt eine drei Spiele währende Negativserie. Der Tabellenfünfte weiß also wieder, wie es geht.
 
TSV Havelse – Lüneburger SK Hansa (So., 14 Uhr)
Was passiert da gerade, wenn der TSV auf eigenem Platz antritt? Zwei Mal kassierte der Gastgeber zuletzt klare Heimniederlagen, gegen den FC St. Pauli II und den VfB Lübeck hieß es am Ende jeweils 0:4. Dass Havelse zwischendurch zu einem späten 2:2 gegen 96 II gekommen war, ist nur ein schwacher Trost, sicherte dieses Unentschieden doch den einzigen Punkt aus den vergangenen vier Partien. Nun soll gegen den LSK ein Sieg folgen, und dieser Gegner erscheint auch nicht weniger angeschlagen: Im Nachholspiel dieser Woche kassierten die Lüneburger eine deutliche 0:4-Niederlage beim Schlusslicht in Eutin. Das Duell des 13. gegen den Zwölften ist zweifellos ein Spiel zweier enttäuschter Mannschaften.
 
FC St. Pauli II – BSV Rehden (So., 14 Uhr)
Ein 1:1 gegen den LSK, dann war Pause: Der Gastgeber war zuletzt beschäftigungslos, nachdem das Spiel beim VfB Oldenburg abgesagt werden musste. Als Tabellenachter befinden sich die Hamburger nun nach wie vor in Lauerstellung: Mit einem Heimsieg über den BSV ist ein Sprung in die Spitzengruppe drin. Aber dieser BSV ist offenbar nicht mehr vergleichbar mit dem Team, das vor ein paar Wochen noch im Tabellenkeller festsaß. Sieben Punkte aus vier Spielen sammelte Rehden nach dem Einstieg von Trainer Benedetto Muzzicato. Zuletzt überzeugte der 14. mit einem 0:0 gegen Spitzenreiter HSV II.
 
VfL Wolfsburg II – SC Weiche Flensburg (So., 14 Uhr)
Das Spitzenspiel zum Abschluss: In Wolfsburg treffen sich der Tabellendritte (VfL) und der Tabellenzweite (Weiche) zum Duell um die Rolle des ersten Verfolgers von Spitzenreiter HSV II. Während der Gastgeber zuletzt aber nur zu einem späten 2:2 gegen Eintracht Braunschweig kam, sicherten sich die Flensburger beim 1:0 über die Spielvereinigung Drochtersen/Assel bereits den neunten Sieg aus den vergangenen elf Partien. Der Gast tritt vielleicht ein wenig formstärker an, gleichwohl sollte dieses Spiel als völlig offen gelten.



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