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Regionalliga Nord: Es gibt was zu erledigen
Autor: Stefan Freye am 23.11.2017 - 14:50
Logo Regionalliga NordZeit für den Endspurt: Allzu viele Spiele sind in diesem Jahr nicht mehr zu absolvieren, und deshalb geht es für viele Mannschaften zum Rückrundenauftakt bereits um den Anschluss. So möchte der SC Weiche den Kontakt zum Spitzenreiter HSV II ebenso wenig verlieren wie die Teams aus Hildesheim und Eutin jenen zur Nichtabstiegszone. Die Teams von den Plätzen 16 und 17 stehen aber noch aus einem anderen Grund vor einem wichtigen Spiel – sie treten gegeneinander an, liefern sich am 18. Spieltag also ein reines Kellerduell.

Eintracht Braunschweig II – TSV Havelse (Fr., 19.30 Uhr)
Der Gastgeber ist auf dem Weg zur Mannschaft der Stunde: Im letzten Heimspiel hatte er dem Spitzenreiter HSV II beim 4:1 die erste Saisonniederlage beigebracht, dann ließ er einen 3:2-Erfolg bei St. Pauli II folgen.  „Das war eine umkämpfte Partie unter schwierigen Bedingungen. Mit viel Geduld, aber auch viel Nachdruck haben wir am Ende dann aber gegen zehn Hamburger durch einen schönen Konter noch den Siegtreffer erzielt“, kommentierte Eintracht-Coach Henning Bürger die letzte Partie, die seine Mannschaft rund 70 Minuten in Überzahl bestritten hatte. Mit dem TSV Havelse kommt nun ein Gegner, der beim 1:0 gegen den BSV Rehden eine wochenlange Durststrecke beendet hatte. Zunächst war der Gast vier Spiele sieglos geblieben, dann waren zwei Partien ausgefallen.
 
VfB Lübeck – SpVgg Drochtersen/Assel (Fr. , 19.30 Uhr)
Die Partie in Jeddeloh fiel zwar aus, seine Serie blieb dem VfB allerdings erhalten: Der Gastgeber ist nun seit vier Partien ohne Niederlage und ohne Gegentor. Die nach dem HSV heimstärkste Mannschaft (6-1-2) dürfte also als Favorit antreten. Allerdings: Die zuletzt ebenfalls von einem Spielausfall betroffene Spielvereinigung zählt zu den besten Auswärtsmannschaften der Liga (3-4-1). Es sollte also niemand denken, dass es nicht spannend zugeht an der Lohmühle.
 
SC Weiche Flensburg – Hannover 96 II (Sa., 13.30 Uhr)
Das für den Mittwoch angesetzte Nachholspiel in Egestorf fiel aus, und so vermochte Weiche den Rückstand von sechs Punkten auf den Spitzenreiter HSV natürlich auch nicht zu verkürzen. Umso wichtiger erscheint es für den Gastgeber, sich vor der Winterpause keinen Ausrutscher mehr zu erlauben. Aber der Tabellenzweite steht durchaus vor einer schweren Aufgabe: 96 II durfte nämlich antreten am Mittwoch und landete beim 3:0-Erfolg (Tore: Mete Kaan Demir (2), Jordan Brown) den ersten Sieg nach zuvor vier sieglosen Partien. Ungewöhnlich: Hannover erzielte die drei Treffer dieses Nachholspiels zwischen der 20. und 27. Minute, also innerhalb von nur acht Minuten.
 
BSV Rehden – VfB Oldenburg (Sa., 14.30 Uhr)
Weit haben es die Gäste nicht, nur rund 60 Kilometer liegen zwischen Oldenburg und Rehden. Während der VfB zuletzt beschäftigungslos war, kassierte der BSV eine 0:1-Niederlage in Havelse und wartet deshalb seit vier Spielen auf einen Sieg. Sorglos geht aber auch der VfB nicht in dieses Derby: Der Gast belegt derzeit den 14. Rang und ist damit nur einen Platz besser als die punktgleichen Rehdener.
 
SSV Jeddeloh – VfL Wolfsburg II (Sa., 16 Uhr)
Ein Spiel, in dem beide Teams anknüpfen wollen an die alte Stärke: Der SSV, zuletzt von einem Spielausfall betroffen, blieb zwei Mal ohne Sieg und fiel auf Platz acht zurück. Sein Gegner ist als Dritter zwar deutlich besser platziert. Der VfL hatte vor dem 2:0 in Egestorf aber auch drei Spiele lang nicht gewonnen. Wollen die Wolfsburger den Anschluss an die Spitze halten, sollten sie nun also eine kleine Serie starten.
 
Altona 93 – Lüneburger SK Hansa (So., 14 Uhr)
Was ist dieser Punkt wert? Beim 0:0 in Hannover hatte der Gastgeber zuletzt eine acht Spiele währende Niederlagenserie beendet. Ein Teilerfolg, der für neue Hoffnung sorgt. Aber fest steht: Will das Schlusslicht den Anschluss nicht verlieren, sollte nun bald ein dreifacher Punktgewinn folgen. Der LSK, der als 13. gerade vier Punkte mehr sammelte als die Hamburger (10), gilt allerdings als verhältnismäßig auswärtsstark. Er sammelte schließlich elf Zähler in der Fremde ein (3-2-4).
 
Eintracht Norderstedt – St. Pauli II (So., 14 Uhr)
Das letzte Heimspiel war beim 2:0 über den VfL Wolfsburg gut verlaufen, dann folgte ein 0:3 in Lübeck. Bei der Eintracht wird man sich derzeit auf die Heimstärke verlassen, schließlich ist Norderstedt im eigenen Stadion ja auch noch unbesiegt (4-3-0). Beim Gast wird man sich vermutlich darauf verlassen, die Partie diesmal mit elf Spielern beenden zu dürfen: Beim 2:3 gegen Braunschweig II hatte St. Pauli ja 70 Minuten lang in Unterzahl antreten müssen. Im Derby des Sechsten gegen den Siebten geht es nun um nicht weniger als den Anschluss an die erweiterte Spitzengruppe.
 
1. FC Germania Egestorf-Langreder – Hamburger SV II (So. 14 Uhr)
Man könnte natürlich sagen, dass der Spitzenreiter nach einer tollen Serie von 15 ungeschlagenen Spielen nun bereits zwei Mal ohne Sieg geblieben ist. Aber das würde dem 1:1 gegen den Tabellenzweiten aus Flensburg nicht gerecht. Der HSV II sollte also mit breiter Brust antreten. Und die Germania? Sie verlor nach vier Siegen zuletzt gleich zwei Partien in Folge, ist als Tabellenfünfter aber immer noch ziemlich gut platziert. Der Gastgeber dürfte deshalb keine leichte Hürde sein für den Spitzenreiter.
 
VfV Borussia 06 Hildesheim – Eutin 08 (So., 14 Uhr)
Diese Mannschaften weisen nun wirklich deutliche Parallelen auf: Beide sammelten bislang noch nicht allzu viele Punkte, und deshalb belegen sie auch die Plätze 16 und 17 der Regionalliga Nord. Allerdings: Der Trend spricht für den Gast. Schließlich ist das Schlusslicht aus Eutin nun seit vier Spielen unbesiegt. Stolze acht Punkte gewann es unter dem neuen Trainer Lars Callsen. Da kann der Gastgeber nicht mithalten: Der VfV06 wartet nun seit drei Partien auf einen Sieg, hatte beim 1:0 in Flensburg zuvor aber für eine echte Überraschung gesorgt.



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