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Regionalliga Nord: Meppen patzt vorm Spitzenspiel
Autor: Stefan Freye am 16.03.2017 - 21:03
Logo Regionalliga NordNun ist es passiert. Nach vier Siegen kassierte der Spitzenreiter aus Meppen im Nachholspiel am Mittwoch erstmals eine Niederlage in diesem Jahr. Doch was bedeutet dieses 0:4 beim FC St. Pauli II nun für den Spitzenkampf? Wird es noch einmal spannend? Eine Antwort könnte bereits das Heimspiel gegen den noch amtierenden Meister VfL Wolfsburg II liefern.


TSV Havelse – Eintracht Braunschweig II (Fr., 19 Uhr)
Die Voraussetzungen unterscheiden sich deutlich. Dem Gastgeber gelang beim 1:1-Auswärtsremis gegen den VfL Wolfsburg II bereits das neunte Spiel ohne Niederlage, und die Eintracht kassierte beim 0:3 gegen U.L.M. Wolfsburg eine bittere Heimpleite. Während der TSV als Tabellendritter auf einer Welle der Euphorie schwimmt, wird der 15. aus Braunschweig nur durch einen Punkt von der Abstiegszone getrennt. Die Favoritenrolle geht deshalb zweifellos an Havelse.
 
Hamburger SV II – 1.FC Germania Egestorf/Langreder (Sa., 13 Uhr)
Der Gastgeber fand in den vergangenen Wochen zu einer beachtlichen Heimstärke. Beim 1:0 über Hannover 96 II im Nachholspiel am Mittwoch (Tor: Törles Tim Knöll (27.)) bliebt der HSV bereits zum vierten Mal in Folge auf eigenem Platz unbesiegt. Ob ein Spiel bei diesem Gegner geeignet ist, die Situation des Aufsteigers zu verbessern, erscheint sehr fraglich. Die Germania fiel nach der 0:1-Heimniederlage gegen den VfB Oldenburg auf den vorletzten Rang zurück.
 
Hannover 96 II – BSV Rehden (Sa., 13 Uhr)
Drei Niederlagen in Folge, seit sieben Partien ohne dreifachen Punktgewinn – 96 hat seine komfortable Situation mittlerweile verspielt. Lediglich sechs Zähler trennen den Gastgeber noch von einem Abstiegsplatz. Dabei enttäuschte das Team auch beim 0:1 gegen den HSV II am Mittwoch nicht. „Die Jungs haben eine klasse Leistung gezeigt. Es hört sich komisch an, aber ich kann ihnen keinen Vorwurf machen“, meinte Trainer Mike Barten. Gegen den 16. aus Rehden müssen nun trotzdem drei Punkte her, sonst könnte es sogar noch einmal eng werden. Der Gast tritt nach dem 2:0 über den SV Eichede allerdings mit neuem Selbstvertrauen an.
 
SV Meppen – VfL Wolfsburg II (Sa., 16 Uhr)
Die höchste Saisonniederlage dürfte nicht die ideale Vorbereitung auf das Duell mit dem amtierenden Meister sein. Als Favorit sollte der heimstarke SVM trotzdem antreten. Er wird nach dem 0:4 bei St. Pauli II auch sicher alles daran setzen, im Duell gegen den Tabellenfünften in die Erfolgsspur zurückzukehren. Das Spiel in Hamburg wird man in Meppen zudem nicht als Maßstab gelten lassen: Nach der Roten Karte gegen Patrick Posipal (28.) hatte der Spitzenreiter über eine Stunde in Unterzahl antreten müssen.
 
SV Eichede – VfV Borussia 06 Hildesheim (So. 14 Uhr)
Noch ist der Anschluss möglich. Noch kann der SV Eichede eingreifen in den Kampf um den Klassenerhalt. Aber die 0:2-Niederlage in Rehden hat die Lage des Schlusslichts natürlich nicht verbessert. Drei Punkte müssen her. Doch der VfV 06 tritt keinesfalls in schlechter Verfassung an. Beim 1:1 gegen den erstarkten HSV II unterstrich der Gast seine Ambitionen – die Hildesheimer wollen die fünf Punkte Vorsprung auf die Abstiegsränge möglichst bald ausbauen.
 
U.L.M. Wolfsburg – ETSV Weiche Flensburg (So., 14 Uhr)
Der Gastgeber wusste zu überraschen: Mit dem glatten 3:0 bei Eintracht Braunschweig II war nicht zu rechnen gewesen. Der Sieg unterstrich, dass der 14. für den Endspurt um den Klassenerhalt gerüstet ist. Bei Weiche denkt man derzeit aber in ganz anderen Regionen: Der Zweite wird nur vom Ausrutscher des SV Meppen profitieren, wenn er seine Hausaufgaben macht. Also dürfte der Gast ziemlich konzentriert an die Aufgabe in Wolfsburg gehen.
 
Lüneburger SK Hansa – SpVgg Drochtersen/Assel (So., 14 Uhr)
Das 2:2-Unentschieden beim VfB Lübeck war der Beweis: Der LSK ist drin im neuen Fußballjahr – obwohl er bislang erst zwei Partien absolviert hat. Der Gastgeber (10.) wird sich nun daran machen, seine sechs Spiele währende Negativserie (0-3-3) zu brechen. Der Gast wartet auch schon seit fünf Partien auf einen dreifachen Punktgewinn (0-2-3). Die Spielvereinigung (12.) ist mittlerweile tiefer im Tabellenkeller, als vor einigen Monaten noch möglich schien. In Lüneburg stehen also gleich zwei Teams vor einem Comeback.
 
FC Eintracht Norderstedt – VfB Lübeck (So., 14 Uhr)
Vorteil Eintracht: Der Gastgeber geht mit einer Positivserie von sieben Spielen in das Derby (6-1-0). Da kann der Gast nicht mithalten. Der VfB erspielte sich in diesem Jahr nur eine ausgeglichene Bilanz (1-2-1). Zur Enttäuschung geriet dabei aber nur das 2:2 gegen den LSK am letzten Spieltag. Die Eintracht geht also mit den besseren Voraussetzungen ins Spiel. Doch chancenlos ist ihr Gegner zweifellos nicht.
 
VfB Oldenburg – FC St. Pauli II (So., 14 Uhr)
Auswärts läuft es derzeit für den VfB, er landete zuletzt zwei Siege in Folge. Aber auf eigenem Platz ist seit Monaten der Wurm drin. Vier Spiele warten die Oldenburger nun auf einen Sieg im Marschwegstadion. Der letzte Heimerfolg gelang ihnen im Oktober. Seine Spieler hätten „den Willen gezeigt, um zu gewinnen“, meinte Trainer Dietmar Hirsch nach dem 1:0 bei der Germania Egestorf/Langreder. Er fordert: „Das müssen wir im nächsten Heimspiel bestätigen.“ Allerdings: Der Gast hatte sieben Partien nicht mehr gewonnen, ehe er am Mittwoch mit 4:0 über den Spitzenreiter aus Meppen siegreich war (Torschützen: JanMarc Schneider (2), Nico Empen, Seung-Won Lee). Mit St. Pauli kommt nun offenbar ein unberechenbarer Gegner. Aber das ist der VfB als Gastgeber ja auch.
 


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