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SV Meppen träumt vom Wiedersehen mit dem FC Bayern München
Autor: NFV am 06.04.2015 - 20:27
Logo Krombacher NiedersachsenpokalDer SV Meppen steht im Finale des Krombacher Nie­der­sach­sen­pokals. Die Emsländer haben sich damit auch für die Teilnahme an der 1. Hauptrunde des DFB-Pokalwettbewerbs 2015/16 qualifiziert. Der von Christian Neidhardt trainierte Regionalligist bezwang am heutigen Ostermontag im Halbfinale in der heimischen Hänsch-Arena den Ligakonkurrenten vom Lüneburger SK Hansa mit 2:1 (0:1).

Endspielgegner der Blau-Weißen ist am Mittwoch, 13. Mai, der VfL Osnabrück, der sich bereits am Gründonnerstag im ersten Halbfinalspiel mit 5:3 nach Elfmeterschießen (1:1, 0:0) beim VfB Oldenburg durchgesetzt hatte.

In einem rassigen Pokalfight agierten die Lüneburger zunächst überraschend forsch und selbstbewusst. Ihr Offensivspiel wurde schnell belohnt, als Ali Moslehe in der 13. Spielminute nicht unverdient zur Führung für den LSK Hansa einschoss. Mit der taktischen Ausrichtung der Gäste kam der SVM zunächst überhaupt nicht zurecht und ging mit einem Rückstand in die Pause.

Nach dem Wechsel fanden die Meppener besser in die Partie. Landete Dennis Geigers Schuss zunächst noch auf dem Tornetz des LSK-Gehäuses (58.), so machte es Martin Wagner besser und erzielte per Kopf (64.) den Ausgleich. Wenig später verfehlte der Torschütze per Freistoß nur knapp das Gästetor, doch als Max Kremer per Foulelfmeter zum 2:1 (75.) für den SVM traf, war die Partie gedreht. Bei nun bester Pokalstimmung drückten die Gäste in der Schlussphase auf den Ausgleich, kamen in der fünfminütigen Nachspielzeit aber nur noch zu Eckbällen, die nicht genutzt werden konnten. Am Ende jubelten nur überglückliche Meppener.

Bisher 15 Mal hat der SV Meppen sich zwischen 1976 und 1999 für den DFB-Pokalwettbewerb qualifizieren können. Nun fiebert das ganze Emsland der Auslosung des kommenden Wettbewerbes entgegen und hofft auf den Gegner, gegen den man sich vor rund 15,5 Jahren vorerst aus dem Wettbewerb verabschiedet hatte. Am 13. Oktober 1999 gab es im Emslandstadion vor 16.500 Zuschauern in der dritten Pokalrunde eine 1:4-Niederlage gegen den späteren Pokalsieger Bayern München.

Frischer sind die Erinnerungen an den DFB-Pokal in Lüneburg. Zweimal nahm der LSK Hansa am Wettbewerb teil und empfing in der 1. Hauptrunde jeweils Erstligisten an der Ilmenau. 1992/93 gab es eine 0:3-Niederlage gegen den Karlsruher SC, 2008/09 ein 0:5 gegen den VfB Stuttgart. Dabei muss es bis auf Weiteres erst einmal bleiben.

Anlässlich eines Pokal-Workshops für die diesjährigen Halbfinalisten war die Halbfinalbegegnung im vergangenen Jahr in Barsinghausen zunächst als Heimspiel für den Lüneburger SK ausgelost worden. Aufgrund der Stadionsituation verweigerte der NFV aus Sicherheitsgründen jedoch seine Zustimmung für eine Austragung in Bardowick. Auf dem dortigen Heinrich-Langeloh-Platz, der nicht mehr als 1.500 Fans Platz bietet, trägt der LSK Hansa seine Heimspiele seit dem Abriss des altehrwürdigen Wilschenbruch-Stadions im Sommer 2014 aus. Deshalb trat der LSK das Heimrecht an die Emsländer ab, um eine große Kulisse und eine gute Einnahme für beide Seiten zu sichern. Diese Erwartung ist mit über 6000 Zuschauern in der Hänsch-Arena sicherlich eingetroffen.

SV Meppen – Lüneburger SK Hansa 2:1 (0:1)

SV Meppen: Benjamin Gommert, Janik Jesgarzewski, Daniel Latkowski, Viktor Meier (65.- Ramiz Pasiov), Martin Wagner, Johan-Gerard Wigger (56. Diego Rodriguez-Diaz), Martin Hudec, Max Kremer, Sebastian Schepers, Dennis Geiger, Jens Robben (83. Kris Fillinger).

Ersatzbank: Robin Twyrdy, Kevin Landgraf, Marcel Thomas, Hannes Frerichs.

Trainer: Christian Neidhardt.


Lüneburger SK Hansa: Tobias Braun, Jannis Opalka, Matti Grahle, Ali Moslehe, Stefan Wolk, Hedon Selishta (68. Tezcan Karabulut), Oliver Ioannou, Björn Schlottke, Patrick Posipal, Noel-Christopher Below, Muhamed Alawie (88. Linus Friedrich Büchler).

Ersatzbank: Maximilian Wulf, Mazan Moslehe, Phillip Oliver-Grun, Marco Schuhmann, Ridel Varela Monteiro.

Trainer: Elard Ostermann.

Tore: 0:1 (13.) Moslehe, 1:1 Wagner (64.), 2:1 (75.) Kremer per Foulelfmeter.

Schiedsrichter: Johann Pfeifer (Hameln); Assistenten: Benjamin Buth (Hannover), Nils-Rene Voigt (Hannover).

Zuschauer: 6284

Gelbe Karten: Wigger, Latkowski – Below, Selishta, Büchler.

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