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VGH-Fairness-Cup: SC Uchte II ein vorbildlicher Absteiger
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VGH-Fairness-Cup: SC Uchte II ein vorbildlicher Absteiger

Autor: NFV am 17.07.2018
Diepholz erobert Platz 1 im Kreisvergleich zurück – Friesland ist Schlusslicht

Logo NFVAls Aufsteiger in die Kreisliga Nienburg ist es ihr in der abgelaufenen Spielzeit nicht gelungen, den Klassenerhalt zu schaffen. Zehn Punkte fehlten der Mannschaft vom SC Uchte II am Ende auf einen Nichtabstiegsplatz. Und dennoch hat das Team von Trainer Uwe Sauer ein ganz dickes Ausrufezeichen setzen können.

Es hat bewiesen, dass keinesfalls „wilder Mann“ gespielt werden muss, wenn einem das Wasser bis zum Halse steht. Vielmehr hat es sich mit Anstand dem drohenden Niedergang entgegen gestemmt und versucht, mit fairen Mitteln das Unheil abzuwenden.

Sportlich ist das schief gegangen. Aber das Image ihres Vereins haben die Spieler um Kapitän Marcel Meier-Heinig mächtig aufpoliert. Denn unter insgesamt 982 von der 1. Bundesliga bis zu den niedersächsischen Kreisligen im VGHFairness-Cup bewerteten Mannschaften haben die Uchter den ersten Platz belegt.

Im VGH-Fairness-Cup werden gelbe Karten mit je einem, gelb-rote Karten mit je drei und rote Karten mit je fünf Strafpunkten geahndet, zusätzlich schlagen Sportgerichtsurteile oder auch das Nichtantreten von Mannschaften mit zehn Zählern zu Buche. Die Summe der Strafpunkte geteilt durch die Anzahl der Saisonspiele ergibt schließlich den FairnessQuotienten.

Und der beträgt bei der Uchter Reserve 0,733 Punkte. In 30 Punktspielen gab es 19 gelbe Karten und einmal Gelb-Rot. Die Ampelkarte und drei Gelbe muss Frederic Könemann auf sein Konto nehmen, doch diese Ausbeute konnte den Fairness-Gesamtsieg am Ende nicht mehr gefährden.

Der Bezirksligist TV Stuhr aus dem NFV-Kreis Diepholz landete mit 24 gelben Karten in 30 Spielen und einem Quotienten von 0,8 auf Rang 2. Erstaunlich: Auch die nächsten beiden Plätze belegen Kreis-Nienburger Mannschaften. Dritter wurde Kreisligist TuS Leese (30 Spiele, 26 gelbe Karten, Quotient 0,87) vor dem Staffelkonkurrenten SV Aue Liebenau (30 Spiele, 28 gelbe Karten, Quotient 0,93).

„Natürlich haben wir im Internet das Fairness-Abschneiden unserer Konkurrenten verfolgt. Als der Abstieg unserer Ersten aus der Bezirksliga und damit auch unser Zwangsabstieg feststanden, haben wir dann nichts mehr anbrennen lassen und an den letzten Spieltagen schon auf den Fairness-Gesamtsieg gespielt. Schön, dass es geklappt hat. Das entschädigt unseren Verein schon etwas für die beiden sportlichen Abstiege“, freut sich Sauer über den Coup im VGH-Fairness-Cup.

Während die Uchter als Zweiter in die Winterpause gegangen waren, hatte der Osnabrücker Kreisligist SVG Haste die Fairness-Herbstmeisterscharft gewonnen. Er fiel dann aber in der Rückserie noch weit zurück. 36 gelbe sowie je zwei gelb-rote und rote Karten bedeuteten am Ende Rang 155. Die beiden Sieger des Vorjahres, Bezirksligist TSG SeckenhausenFahrenhorst und Landesligist SV Emmendorf, belegen in der Endabrechnung die Plätze 69 (Quotient 1,5) bzw. 108 (Quotient 1,63).

Damit kann sich der Braunschweiger Bezirksligist FC Schunter nun schon mal gar nicht messen. Mit 81 gelben, vier gelb-roten und fünf roten Karten rangiert die Mannschaft, die zusätzlich drei Mal das Sportgericht beschäftigte, am Ende der Fair-Play-Tabelle (Quotient 4,93). Immerhin: Mit diesem Wert stellt das Team aus dem NFV-Kreis Helmstedt noch das beste Schlusslicht in der nunmehr 26-jährigen Wettbewerbsgeschichte, gab es doch in der Vergangenheit Träger der „roten Laterne“, die mit einer 6, 7 oder sogar 8 vor dem Komma für ungläubiges Staunen sorgten.

Der Sieger von Deutschlands größtem Fairnesswettbewerb hat neben einer festlichen Ehrung im Sporthotel Fuchsbachtal in Barsinghausen ein Wochenendtrainingslager an gleicher Stelle gewonnen. Das zweitplatzierte Team aus Stuhr darf sich auf ein Heimspiel von Hannover 96 mit anschließender Mannschaftsfeier freuen. Und die drittplatzierte Mannschaft aus Leese erhält einen Sportartikelgutschein im Wert von 1.500 Euro.

Auch zahlreiche weitere Mannschaften gehen nicht leer aus. Denn die VGH-Versicherungen und die Öffentlichen Versicherungen aus Braunschweig und Oldenburg zeichnen zusätzlich zu den drei fairsten niedersächsischen Mannschaften auch in ihren Regionaldirektionen die jeweils drei fairsten Teams aus. Die insgesamt 39 Mannschaften erhalten Pokale und obendrein profitieren ihre Nachwuchsteams. Denn für die Plätze 1 bis 3 gibt es Sportausrüstungen im Wert von 1.200, 800 bzw. 500 Euro für den Nachwuchs.

„Unabhängig davon, ob Fair Play am Ende belohnt wird oder nicht, zahlt es sich doch immer aus. Die Fairness ist das höchste Gut unserer schönen Sportart und alle Beteiligten sollten alles dafür tun, die Regeln des Anstandes nicht allein auf den Fußballplätzen in Niedersachsen zu wahren. Der VGH bin ich sehr dankbar, dass sie uns mit der Unterstützung eines unserer wichtigsten Wettbewerbe im Bemühen um Fair Play den Rücken stärkt“, ist NFV-Präsident Günter Distelrath vom Wert des VGH-Fairness-Cups überzeugt.

Die vollständige Pressemitteilung mit zusätzlichen Statistiken, die Gesamtauswertung sowie die Kreisvergleiche stehen hier im Archiv als PDF-Dateien zum Download bereit:

http://archiv.diefussballecke.de/saison-1718.php







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